Merry X-Mas

Mittwoch, Dezember 24th, 2003

Hallo liebe Freunde,

wir wünschen euch allen alles Liebe und eine schöne Weihnacht! Hier machen wir es uns so weihnachtlich und schön wie möglich, haben ein kleines Pflänzchen im Wohnzimmer, werden gleich schön kochen, einen leckeren Wein trinken und schön geschenke auspacken!

Seit langem haben wir das Haus wieder für uns alleine, eine Pause tut sehr gut! Carlo ist über Weihnachten nach Wien geflogen, und Jens und Karin sind in Schweden. Hab gehört, es soll kalt sein! Hier sind draussen derweil 35 Grad, allerdings war es heute zu bewölkt um schön meinen Traum vom Cocktail am Strand am 24.12. wahr zu machen, aber morgen sind wir auf ein Christmas BBQ eingeladen, auch schon komisch genug!

Ich schreibe euch übrigens in Julias Namen mit, die darf leider nicht in unser Zimmer da ich noch schön Geschenke einpacke!

Fühlt euch alle vermisst und habt eine schöne Weihnacht,

euer
Lasse

Au au ist das heiss

Mittwoch, Oktober 29th, 2003

Halllllooo liebe Freunde, sorry für solch langen Pausen! Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, ein paar Geschichten über unsere Odyssee von Sydney nach Byron Bay zu schreiben, aber …. irgendwie nix draus geworden. Und da ich nix neues schreiben wollte bevor das geklärt ist (ähem) hats eben ein bissl gedauert. Wie auch immer, ich leg mal los!

Alssoooooo, Clemens Bruder Rene ist nach Sydney gekommen, eine Woche bevor ich nach Byron Bay wollte / musste!

Riesen Überraschung, riesen laune und nach ein wenig abfeiern und Bier am Bondi Beach trinken, hat er am nächsten Tag gemerkt, dass er keinen Job bekommt (wie ursprünglich von der surfschule versprochen), aus dem Appartement einer Freundin, die ihn ursprünglich nach Australien eingeladen hat, ausziehen muss und eigentlich an sich nicht genau wusste wohin mit sich. Sonderbar auf jeden Fall —–

Wie auch immer, so musste er kurz mit bei uns wohnen, sich mit unseren Mitbewohnern anfreunden, und kam schliesslich mit in Richtung Norden, zum Erdbeerpflücken. Da ist er immer noch übrigens. Aber, eigentlich wollte ich auf etwas anderes hinaus……. und zwar sind Bekannte von ihm von Sydney nach Brisbane gefahren, und wir haben beschlossen uns ein Auto zu mieten, sofern es für Julia und mich billiger werden würde als der Bus für 70 Dollar.

[bla bla bla] am Ende hatten wir eine lange Odyssee hinter uns, haben letztendlich mehr geld bezahlen müssen als geplant, aber immerhin ein paar schöne Strände, gegenden und das eklig-hässliche Surfer’s Paradise gesehen.

Man braucht nicht nach Surfer’s Paradise fahren wenn man in down under ist

Wollte ich nur schnell klarstellen.

OK, weiter im Text, aus Surfer’s Paradise sind wir mit dem Bus nach Byron Bay gefahren, weil uns die hässliche Stadt auf die Nerven ging, und hier angekommen mussten wir erst in ein Backpacker’s Place, denn das Haus konnten wir erst einen Tag später beziehen – war auch dufte, endlich mal wieder ein Bett anstelle der Autositze, und ein bisschen ordentlich duschen.

Das Wetter sah zwar scheisse aus und bis wir den Platz zum Schlafen gefunden hatten sind wir 2 mal durch ganz Byron Bay gelatscht (rückblickend muss ich kurz anmerken, dass wir uns verlaufen haben mussten – denn “ganz” Byron Bay ist nicht so riesig….), aber als wir am Tag 2 dann in mein “Häuschen” kamen, waren alle strapazen wieder gut gemacht – wie Julia schon geschrieben hat, paradiesisch.

Ich wohne zwar unterm Dach und es ist sauheiss (im Moment draussen 35 Grad), aber ich habe einen lockeren Deckenventilator der mehr hilft als ich anfangs glauben wollte. Von meinem Balkon sehe ich das Meer, die Berge und die ganze Region, meine Mitbewohner sind dufte Typen, Carlo aus Österreich und Jens und Karin aus Schweden…. wir haben eigentlich immer Spass zusammen und ich hoffe dass bleibt weiter so.

Im Hauptteil des Hauses gibt es (natürlich) einen Fernseher mit DVD Player, einen dicken Esstisch und eine dicke Küche, alles superhell, luxeriös und bonus! Fotos gibt es auch in der Galeriesection demnächst.

Zum Strand sind es 3 Minuten mit dem Fahrrad (hab ich günstig erstanden!), und aus mit fauler sau wird hoffentlich ein

- durchtrainierter,
- brauner,
- güldenes lockiges haar habender
- gesunder
- weisszahn grinsender

Surfer. Ha Ha.

Wie auch immer.

Die SAE hat letzte Woche angefangen, der Campus ist natürlich top und vom allerfeinsten, passend zum Unianfang ist auch alles fertig geworden. Wir wohnen etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad vom Campus entfernt, und morgens um 8 ein wenig mit dem Fahrrad zu fahren ist eigentlich gar nicht so schlecht. Besonders weil ich schon gut braun geworden bin. Ist man hier in no time, trotz täglichem dicken Aufstrich von Faktor 30+. Auf jeden Fall sieht alles danach aus als gäb es massig zu Tun, unter 2 Assignments pro Woche geht man nicht nach Haus, aber unser Professor der uns die ersten Wochen unterrichtet, ist a) ein dicker Fisch im Biz, und b) ein echt lustiger, cooler, erfahrener Typ und ein netter Mensch auch. Macht immer Spass……

Sind gerade dabei, einen BBQ für unsere grosse Terrasse und die entsprechende Sitzecke zu kaufen, wird langsam Zeit, so warm wie es ist hier.

Tödliche und gefährliche Viecher hab ich hier schon massig gesehen, aber laut allen Aussagen die ich bis jetzt gehört hab sollen wir Europäer uns nicht so in die Buchse machen. Selbst die “unglaublich tödliche und fiese XXXXXX – Tierart” lässt einen ein bisschen krank und ill im Bett liegen, von Sterben war hier keine Rede. Wenn ich an Bowling for Columbine und dem Gerede von Angstmachen denke, kann ich nachvollziehen warum die Australier so lockere relaxte und freundliche Geschöpfe sind. Die fürchten sich nämlich nicht vor dunkelheit glaub ich.

Hier in Byron Bay gibts ne riesige Musikszene, und ich bin echt heiss auf Musik machen, auch wenn ich befürchte, dass dafür kaum Zeit bleibt, obwohl Jens hier Audio macht, sein Dipl. hat er schon aus Schweden mitgebracht und ich denke er ist auch ziemlich fit.

So. Lange Rede kurzer Sinn = Byron Bay ist ziemlich top. Ab Freitag ist Julia auch noch hier, dann ist Sydney fürs erste hinter uns, und zusammen rocken wir hier gross ab. Grosses Kino. Von da an gibts dann auch wieder ein paar Geschichten, aber nur wenn ihr mal langsam anfangt uns ein paar wintergrüsse zu schicken.

PS: Zu meinem Geburtstag gibts E-Mailpflicht, und 10 Seiten minimum.

LIEBE GRÜSSE und danke fürs Zuhören,

euer
Lasse

First rundmail.

Dienstag, September 30th, 2003

hello and welcome to my first rundmail,

wir haben den Flug ueberlebt, jetzt kanns nur noch schief gehen!
Hier leben wir uns grad erst so richtig ein, noch nie so viele freundliche Menschen auf einem Haufen gesehen und die Stadt Sydney ist umwerfend. Architektonisch als auch von menschlicher und “shop”-licher Seite her. Riesen City aber trotzdem nicht hektisch oder stinkend und stressig, wirklich nice and easy, haben massig parks hier und ist so sauber wie ich noch keine stadt bisher gesehen hab. Kann daran liegen dass jegliche Art von muell-wegschmeissen 200$ kostet, aber vielleicht hat auch keiner lust im dreck zu wohnen…

Auf jeden Fall gefaellt es julia und mir sehr, sehr gut! Noch wohnen wir in einer art jugendherberge (Glennferrie Lodge), haben aber schon eine unterkunft gefunden (eine WG im coolsten Stadtteil Sydneys – natuerlich) und ziehen morgen abend um. Stadtteil heisst Darlinghurst, ist direkt neben Paddington und man kann die Innenstadt schnell und leicht und vor allem schoen zu fuss erreichen, entlang der Oxford Street an der sich zum einen die schwulen- und lesbenszene tummelt als auch die schoensten cafes und gute shops sind.

Alles in allem ist zwar alles recht teuer im moment, aber ich denke wenn man erstmal eine Art Alltag gefunden hat und weiss, wo guenstige supermaerkte etc. sind wird alles halb so schlimm, besonders wenn wir erstmal umgezogen sind.

Die Natur hier ist auch sehr sonderbar – besonders komisch uebrigens dass sich die Sonne andersrum dreht – ueberall klingt es so als sei man im Zoo, sieht Voegel die man noch nie gesehen hat und muss sich in dunklen Ecken vor Frisbee – grossen Spinnen fuerchten.

So die Geschichten, gesehen hab ich bis jetzt nur eine Kakerlake. Aber die interessieren mich eher nicht so, finde sie nichtmal eklig glaub ich (solange sie nicht in meinem Muesli schwimmen wahrscheinlich)…Julia ist da noch etwas anderer Auffassung, aber mit der Zeit wird sie auch sicher gerne mit den viechern spielen (so wie ich hahahahaha)

Also, ganz liebe gruesse von uns,
Lasse

Neue Seite fertig gebastelt

Dienstag, September 16th, 2003

Hallo verehrte Leserschaft, hier die zweite Version der Webseite…. in der Hoffnung vieles schöner, übersichtlicher und spannender gemacht zu haben (fehlt nur noch der Chatraum, der kommt aber noch in den nächsten Tagen nachgeschneit), hier das Ergebnis der letzten Tage….

Ansonsten gibt es noch nicht viel neues – in unserer WG wird sich einiges tun, denn Anja, Gosia und Maya ziehen aus, und Laura wird sich für ein paar Wochen auf Reisen begeben und demnach auch aus dem WG Leben verschwinden, was wir sehr schade finden…. Auf jeden Fall sind wir gespannt wer danach einziehen wird in die ganzen freien Zimmer, hoffentlich viel Englischsprechende, wir wissen allerdings schon dass ein Zimmer von einem Franzosen in Beschlag genommen wird. Oui, c’est vrai c’est vrai.

Wie auch immer, Laura treffen wir in Byron Bay wahrscheinlich, da gehts nämlich hin Anfang Oktober. Julia hat eine Woche frei und wir schauen uns mal an wie ich da wohne. Also, bis bald
euer
Lasse

Watsons Bay

Sonntag, September 14th, 2003

Hehehuhu, gestern waren wir in Watsons Bay. Ein weiterer Strand von den unzähligen in Sydney, und diesmal ein ganz kleiner, schöner, abgelegener. Eigentlich wollten wir schon letzte Woche hin, aber da kam irgendwas dazwischen, auf jeden Fall hat Julias Supervisorin vom Praktikum uns das Eckchen empfohlen, und dann haben wir mal losgelegt.

Gestern war es superwarm, deshalb habe ich gleich die Flip Flop und kurze Hosen-Saison eingeläutet. Ursprünglich wollte Rico uns begleiten, musste aber absagen um nach Bondi Beach zum KiteFestival zu können, also sind wir nur zu dritt (von ursprünglich 5 geplanten) losgezogen, Laura war die dritte in der Runde. Eigentlich gibt’s auch ziemlich wenig dazu zu sagen, ausser dass es eben ein sehr entspannter sommernachmittag war, wir haben am strand rumgelegen, bücher gelesen und ein wenig im sand “rumgespielt” (äääh). Ich hab mich im auf-Händen-laufen geübt und mal ein wenig sport gemacht. War eine sehr schlimme erfahrung *hust*). Irgendwann hat uns der hunger gepackt, und anstatt für 5 dollar uns 10 chicken nuggets mit pommes sind wir zum Löwenbräu haus in die rocks gefahren (the rocks ist das älteste viertel hier, mit den ältesten pubs und wirklich schön, mit ganz vielen gässchen und treppchen und wirklich nett….) um ein wenig GERMAN FOOD zu essen.

Ich hatte Käsespätzle im “gewohnten bayrischen Ambiente”, mit wom-pa-pa musik und lederhosen-kellnern, zum nachtisch gabs dann heisse himbeeren und alles war sauviel, saulecker, und dummerweise auch sauteuer. Aber hat sich gelohnt. Julia hatte Kassler mit Sauerkraut und Knödel, aber da die hier kein richtiges Brot backen hatten sie auch nicht wirklich richtige Knödel…….. Hach. So sah unser Tag aus. Zur Belohnung und zum Abrunden gibt’s ein wenig neue Pictures in der Galerie. Und jetzt liebe Grüsse und bis bald,
euer
Lasse

Paul Blackmore

Freitag, September 5th, 2003

Huhu aufmerksame Leser (es werden immer weniger!), gestern waren wir in der Stills gallery (www.stillsgallery.com.au), und haben uns eine kleine Ausstellung von dem australischen Fotografen Paul Blackmoore angesehen, das war nicht nur beeindruckend sondern wunderbar beeindruckend.

Zu allem Glück dass wir die Ausstellung gefunden haben mussten wir nicht mal Eintritt bezahlen, sie war zwar nur sehr klein und “privat”, aber wirklich toll.

Das Thema war “Waters” und hat den Einfluss von Wasser auf Glauben, Religion, Hoffnung und Verzweiflung wiedergespiegelt – die Fotos wurden in Indien, Haiti, China, Afrika und in vielen anderen Ländern geschossen, es waren Menschen und Situationen abgebildet die durch und mit Wasser erlebt werden und – das beste – alles waren einzigartige schwarzweissfotos. Hach. Das war schön.

Hab hier mal ein paar Bilder mit hingestellt, damit Ihr euch einen Eindruck machen könnt.

Bis bald

euer
lasse

PS: Sind alles Handyaufnahmen, also hab ich mal die Funktion zum Vergrössern rausgenommen, sonst sähen die super Fotos nur noch halb super aus….. bitte um Verständnis, ausserdem ist es natürlich sicher schwer copyright-verletzend hier die 1600 dollar fotos hinzustellen….. also viel spass. Habe die Fotos mal besser entfernt, habe ganz gute Google Positionierung auf seinen Namen gehabt. Mehr Infos zu der Ausstellung gibts hier: Sydney Morning Herald

Unser kleiner Trip

Sonntag, August 31st, 2003

Kiama – Heute haben wir einen lustigen WG Trip gemacht. Ich fange mal damit an und schreibe nachher noch einen anderen Artikel über andere Erlebnisse, denn wir sind grade erst von dem Trip nach Hause gekommen….. Fotos gibt’s auch schon in der Gallery. Auf jeden Fall wollten wir ursprünglich heute internationale Championships in Schlittschuhlaufen austragen, irgendwie ist daraus ein WG Picknick in Kiama („Australias tidiest town“ – schwachsinniger stadtslogan eigentlich) geworden. Da fährt man ca. 2 Stunden mit dem Zug hin, um sich die Blow Holes anzusehen, tiefe, vom Wasser geschaffene Felsspalten an der Küste durch die die Brandung hochschiesst und riesige Fontänen bildet. Nachdem die Wettervorhersagen super aussahen und wir auch perfektes (sauwarmes) Wetter hatten, waren die Erwartungen natürlich riesig und wurden leider nicht (in Bezug zu riesigen Wasserfontänen) erfüllt – der Wind kam vom Land und hätte von der See kommen müssen…. Aber war eigentlich sehr egal – die Ecke Land die uns begegnet ist als wir aus dem Zug ausgestiegen sind hat alleine schon alles wieder gutgemacht (auch wenn wir da noch nicht wussten dass die „Holes nicht blowen“, aber wir waren von erster Minute an ein wenig wie verzaubert, oder besser, hingerissen.

Kiama ist ein superfriedliches Dörfchen (eben auch „the tidiest in australia“), es gibt wahrscheinlich nichts spannendes zu erleben, aber wahrscheinlich sind auch alle Bewohner zufrieden mit der unglaublichen Natur um sie herum. Palmen, wunderschöne und saubere Strände, sauberes Wasser, Wellen, Wiesen, warme Luft um die Nase und einen weissen Leuchtturm oben auf dem Hügel. Ach ja, Blow Holes auch.

Wie auch immer, es war also sehr schön, wir waren ein wenig in den Felsen klettern (sehr aufregend und toll – dazwischen sollten eigentlich überall wasserfontänen hochschiessen) und haben eine Menge Fotos geschossen, die ich aber erst noch entwickeln lassen muss. Solange müsst Ihr euch mit den Handydingern zufrieden geben. Übrigens werden die Handybilder (und alle anderen auch) gross wenn man draufklickt, an die die es nocht (à eine Mischung aus noch und nicht) gemerkt haben sollten!

Beim Trip waren leider nicht alle WG Mitglieder beisammen (wir sind ja auch ein paar – uups! Wir haben noch nichtmal alle vorgestellt….), aber es war super so und hat uns viel spass gemacht. Allein die Zugfahrt dahin war wunderschön – sind hier nicht wie geplant um halb zehn, sondern erst um halb elf im Zug gewesen – aber waren natürlich bester Laune und mussten schnell feststellen dass es hier Ecken gibt (vielmehr : Küsten und Strände), die der Cote d’Azur, Frankreich an sich oder Griechenland sehr ähnlich sehen….. nur eben ohne die massen an touristen.

Die WG wurde von Julia und mir, Laura (Engländerin und unsere [top-] Friseurcheffin), Gosia (Polin) und Maya (auch eine Polin) vertreten, der Rest musste entweder arbeiten oder hatte andere Verpflichtungen und konnte nicht mitkommen. Allesamt sind sie auf jeden Fall sehr nett und ein lustiges Völkchen, manchmal (unvermeidlich) geht man sich auch auf die Nerven, aber an sich fühle ich mich (und Julia auch) sehr wohl und sind ziemlich froh soviel Glück gehabt zu haben.

Vielleicht schreiben wir ja zwischendurch einen kleinen Vorstellungsartikel, wer weiss.

Soweit erst mal genug fürs erste, ich gehe schnell meine verdiente Chicken Lasagne esssen und schreibe gleich noch mal ein wenig über Telstra – man wird sehen warum.

Telstra

Sonntag, August 31st, 2003

Der Besitzer von unserem Haus – unter anderem auch der Freund von unserer Mitbewohnerin Joanna, die so was wie die Hausorganisatorin ist (Miete regeln, neue Mieter suchen etc) – ist nebenbei (oder vielmehr hauptberuflich) der IT Manager bei Telstra, der grössten Telekommunikations und Dienstleistungsgesellschaft in Australien und an sich auch einer der erfolgreichsten Firmen hier (so wie ich das verstanden habe), mit 40.000 Angestellten und auch sonst einer ganzen Menge. Häuser, Autos, Kunden (95 Prozent aller Telefonanschlüsse und 45 % aller Mobiltelefonanschlüsse in Australien oder so – ich nehme mal an so big wie die Telekom in Deutschland sind die hier).

Auf jeden Fall sind wir zufällig bei einem kleinen Umtrunk, als wir beide uns betrunken ins Internet einwählen wollten irgendwie mit meinem Laptop und zum ersten Mal in diesem Haus überhaupt, darüber gestolpert dass ich vielleicht ein Praktikum machen könnte damit ich nicht tatenlos in Syndey unterwegs bin….. Eigentlich eine sehr dufte Idee hab ich mir gedacht, Julia hat mich darin bestärkt und so habe ich mich seelisch darauf vorbereitet und ihm meinen Willen mitteilen können.

Freitag habe ich mir dann schon mal die Location angesehen, mitten im Central Banking District von Sydney mit Blick auf die Pitt Street, die (sauteure) Fussgängerzone, im Sicherheitsbereich von einem der vielen Telstra Buildings werde ich ab Morgen meine Tage verbringen, und mir die Kundendatenbanken von Telstra ansehen (vielmehr wie so grosse Firmen mit ihren Daten umgehen), deren Software, deren Betriebsvorgänge und und und…. Ausserdem auch ihre Webseite. Und Intranet. Und Und und. Ich fand alles super und –spannend as well. Magdy, unser Vermieter, war auch sehr mit mir zufrieden, aus den 2 Stunden „Location“ ansehen wurde dann auch 5 Stunden an Software rumfrickeln und sich über Internetseiten und Onlineshops unterhalten. Vielleicht habe ich bald auch Kunden in Australien, käme mir sehr gelegen. Auf jeden Fall bin ich gespannt was mich morgen erwartet, der Freitag war sehr vielversprechend und ich hab schon riesen Lust da morgen hinzulaufen und da ein paar Leute und ein paar Geschäftsvorgänge kennenzulernen.

Ja.

Soviel dazu. Vielleicht – so Magdy – haben Sie auch einen festen Job für mich wenn ich mich entschliessen sollte da zu bleiben. Also – rosige (und komische) Aussichten irgendwie.

Auf jeden Fall eine super Erfahrung die ich mitnehme in der Zeit in der Julia in der Uni ist, ich finde es super. Fühlt euch vermisst und liebst gegrüsst, euer Lasse.

Blue mountains

Freitag, August 22nd, 2003

Liebe Leser! Bevor die Erinnerungen verblassen, hier ein kleiner Bericht über unseren Blue Mountains Ausflug! Gegen halb zehn haben wir uns mit einem anderen Deutschen, den wir in der Lodge kennengelernt haben, an der Central Station getroffen. Nach 2 Stunden wäre man sowieso geschafft und würde nicht mehr soviel schaffen und keine grosse Lust mehr haben, also sind wir nicht früher gefahren. Auf jeden Fall kam unser Zug um 10, und nach 2 Stunden Fahrt waren wir auch in unserem Startdorf angekommen (–> dessen Namen ich offensichtlich vergessen hab), von dort gab es Tagestickets für Busshuttles die uns von einem Aussichtspunkt zum nächsten bringen sollten.

Das Wetter sah super aus, war allerdings ein bisschen windig, und so fingen wir an. Ich hatte eigentlich gar keine Ahnung was uns da erwartet, aber als wir am “Echo Point” angekommen waren bekamen wir schon einen ausserordentlichen Ausblick zu Sehen…. wir standen auf einem Felsen und sahen ins weite Tal, war schon sehr beeindruckend. Hätte ich grad keine kleineren Probleme mit unserem Bild-Upload dann könnte man schon eine Galerie bewundern, aber die kommt später. Wir sind auf jeden Fall gutgelaunt durch Dschungelwege von einem Aussichtspunkt zum Nächsten gewandert, ich hab verzweifelt nach Spinnen oder Tieren Ausschau gehalten um Sie für Dimi zu fotografieren und Julia war froh dass ich keine gefunden habe.
Wir haben unterwegs gelernt das Lianen nur dazu da sind den Baum schneller mit Wasser und Nährstoffen versorgen zu können und gesehen wie die steilste Eisenbahnstrecke der Welt aussieht. Das war echt aufregend. Ich merke grad dass die Erinnerungen schon ein bisschen geschwächt sind, sonst könnte ich einiges mehr schreiben, aber ich denke die Bilder werden einen schönen Eindruck vermitteln können!

Wehe wenn nicht, für die Entwicklung und das lausige Scannen (es sind original Fotos!) hat der Mistkerl vom Kodakshop anstatt der angekündigten 16 Dollar pro Film für 2 Filme glatte 58 Dollar genommen. Da geh ich aber nochmal hin, wenn ich Samstag abend (im Suff?) ein paar Böse Jungs kennengelernt hab die nicht ihr Visum verlieren können hihi.

Wie auch immer, ich sitze schon den ganzen Tag im Internetcafe und lade irgendwelche Sachen runter von denen ich glaube dass Sie noch wichtig sein könnten (zum Arbeiten oder so).

Also, ich programmier mal weiter hier damit der Bildupload mal wieder funktioniert, liebste Grüsse

Ist es möglich?

Montag, August 18th, 2003

So. Sydney University, 9.21 am. Langsam macht sich in mir die Unruhe breit dass hier zuwenig interessantes steht und daher niemand mehr auf unsere Seite gehen möchte. Hier ein kleiner Bericht um diesem Phänomen entgegenzuwirken.

Die ersten Tage sind mittlerweile ein wenig her, und man hat sich an die ersten Absonderlichkeiten dieser Kopf-unten Gesellschaft gewöhnt.

Zum Beispiel hält kein Bus für Touristen an die nicht wissen dass man schön sorgfältig dem Busfahrer ein Zeichen geben muss. Ich mache dass mittlerweile schon sehr gekonnt und professionell. Ach ja, dass schlimmste hab ich wohl noch vergessen! Die Verrückten fahren auf der falschen Seite, manchmal werden wir immer noch fast von Autos überfahren – zum Letzten Mal heute morgen auf dem verpennten Weg zum Bus.

——–

Ein kurzer Text über unsere Wohnung und unsere Mitbewohner sollte hier auch erscheinen, um eventuelle
Neugierde zu stillen:

Zu siebt leben wir in der Womerah Avenue in Darlinghurst in einer Terrace, ein Art Reihenhaus, in der Nähe der Oxford Street, DER Strasse der schwulen- und Lesbenszene Sydneys, oder sogar Australiens. Beim Besichtigungstermin wollten wir eigentlich vorbei gehen weil die Front des Hauses so runtergerockt aussah, aber aus Gründen der Höflichkeit haben wir es nicht übers Herz gebracht…. drinnen sah es dann auch schon ganz anders aus – polished Floors und eigentlich weit mehr als wir erwartet hätten zeigte sich uns, dass unsere Mitbewohner auch noch sehr nett schienen mussten wir einfach zusagen… und sind auch noch sehr zufrieden darüber. Manchmal (nach wilden Hausparties und ausgiebigem Tanzen auf unseren Kuechentischen) sieht es ein wenig siffig aus, aber das wird schnell beseitigt, besonders weil wir eine schöne Liste am Kühlschrank haben wer wann saubermachen muss…… Ich kann meinen Auftritt kaum erwarten #hust#

Was sich auch noch von Deutschland unterscheidet sind die Viecher die einem hin und wieder in Küche, Bad oder Zimmer begegnen. Bis jetzt nur mittelkleine “german cockroaches”, halbeklige Kakerlaken die mich noch nicht sonderlich stören, aber wir haben gehört dass die noch grösser werden sollen…
Ich find sie eigentlich gar nicht schlimm (ausserdem gewoehnt man sich sowieso daran) und bin auch schon voll freudiger Erwartung auf Spinnen, Schlangen und KANGAROOS! Mal sehen wann wir die ersten sehen. Hab auch immer mein Handy griffbereit um euch beweisfotos zeigen zu koennen.

Jetzt aber fürs erste danke fürs Zuhören. Bis zum Nächsten Eintrag

euer
lasse