Rückkehr nach Deutschland

Bin mittlerweile fast eine Woche wieder zurück in Deutschland – und genieße jeden Tag. Ausserdem muss ich momentan häufig feststellen, lieber mit Freunden zusammen als vor meinem Blog zu sitzen 🙂 Daher eher schwache Blogdisziplin.

Wie dem auch sei: Deutsches Essen ist hervorragend, lasst es euch gesagt sein. Heute abend gibt es Spargel (vom Hof), frische Kartoffeln (vom Markt), astreinen Schinken (vom Metzger), frische Erdbeeren (vom Feld), und frisches Zitroneneis (vom Kühlregal). I’m lovin‘ it (O Gott, jetzt werd ich abgemahnt).

In Bielefeld ist in der Zwischenzeit ein bisschen Sommer eingebrochen – alles blüht und im Moment gibts blauen Himmel. Passend dazu bin ich auch unter die Fahrradfahrer gegangen, und muss sagen: Die Tatsache, dass man mit dem Fahrrad ungleich entspannter durch die Gegend fährt als mit dem Auto, wird häufig beim Vergleich „Lieber Auto oder Fahrrad“ untern Tisch gekehrt. Ich plane, die nächsten Wochen das Auto weitgehend stehen zu lassen. Beweisfotos folgen 🙂

Fotos aus den Staaten (San Diego, Los Angeles, Laguna Beach, Orange County, Washington …) können (wiederhole ich mich eigentlich?) auf Flickr bei meinen Sets gefunden werden: Bilder bei Flickr.

In den nächsten Tagen gibts ein paar Nerd Updates, da ich mich momentan viel mit Design Patterns in PHP 5 und jeder Menge AJAX und DHTML Spielereien rumschlage, eventuell fallen da ja interessante Dinge für das Blog bei ab…. Und jetzt: Raus mit Euch, geniesst den Sommer.

WorldWideWeb Washington, USA, Los Angeles etc.

Nach ca. 2 Wochen USA habe ich – auch wenn es hier kaum Waagen gibt (interessiert hier offensichtlich niemanden) – sicher 10 Kilo zugelegt. Es gibt morgens mittag abends schlimmes Zeug zu essen und ich kann kaum erwarten, wieder deutsches Essen essen zu können.

Was habe ich bis jetzt bei meinem USA Aufenthalt gelernt? Die Reihenfolge spiegelt bei dieser Auflistung nicht die Mächtigkeit des Eindruckes wieder 🙂 :

» In-n-out Burger macht die besten Burger hier unten (bzw. in California, mittlerweile bin ich in Washington DC angekommen). Wieso sind die so gut? Vielleicht, weil auf dem Menü genau 3 Burgervarianten stehen: Hamburger, Cheeseburger, Double-Double Burger. Easy und nicht viel schnick schnack. Manchmal sollte man sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, und nicht jeden Quatsch (Evtl. McDonalds Crazy Weeks) mit machen (ok ok, McD ist ebenfalls erfolgreich, aber eben nicht so lecker). Lediglich deren BBQ Sauce hab ich bei in-n-out vermisst.

» Amerika ist relativ weit hinten was Organisation angeht. Die Geschichte mit „Dienstleistungsgesellschaft“ ist absoluter quatsch. Das Kongresszentrum in dem ich momentan bin (Washington D.C.), zeitgleich mein Hotel, soll „outstanding“ sein, und präsentiert sich auch (u.a. im Preis) so. Es ist gerade 0 Uhr (erst jetzt zum posten gekommen: 20:43 Uhr des nächsten Tages), seit heute morgen um 10 wird von der Haustechnik versucht, 5 Räume mit Gigabit Netzwerk zu verbinden.

Glaubt nicht, dass es jemand geschafft hätte, mehr als 2 Räume zum Laufen zu bekommen. Wenigstens gibt es morgens Kaffee vorm Zimmer…. Das ist jedoch auch das mindeste, mein Zimmer kostet geschmeidige 500 US$ / Nacht, die natürlich weder ich noch sonst irgendjemand in unserem Fall bezahlen muss (Mengenrabatt, special deals etc.).

» Automator auf dem Mac ist für viele tägliche Aufgaben hervorragend geeignet. Zum Beispiel, um per Rechtsklick aus PDF Dateien Powerpoint Files zu machen. Zumindest vermute ich das. Momentan gehe ich nämlich noch den Umweg über Pages, aber es funzt hervorragend für den Zweck, den ich hier lösen muss (nämlich: PDF -> Powerpoint). Meinen Workflow zum Export von Images aus einem PDF und Import in Keynote und dann Export gibts hier: Mac Workflow zum PDF Images export.

WorldWideWebWashington

Vorgestern bin ich zufällig in den „WorldWideWebWashington“ (wwww) Kongress hineingestolpert.

Neben Caroline Little von der Washington Post und einigen anderen Leuchten aus der Web-Ecke (hier gibts die Liste der Redner) gab es allerdings grundsätzlich nichts weltbewegend neues (ausser ordentlichem Lunch).

Viel Trara um „Web 2.0“, trotzdem habe ich nicht einmal das Wort „Tagging“ aufgeschnappt, was ich im Web 2.0 am spannendsten finde. Web 2.0 bedeutet hier ziemlich allein eher User generated content im Sinne von YouTube bzw. AAL (=andere arbeiten lassen).

Ansonsten? In den letzten Wochen Los Angeles und (Sublime o lé) Long Beach angeguckt. Lunch in Mailbu Beach, Rumcruisen in Bel Air, Sonnenuntergang in Long Beach. Schöner Tag.

Weitere Bilder gibt es in dieser Los Angeles Bilder Galerie. Bilder von Washington gibts in Kürze.

San Diego, California

Da ich ja schon einige Ecken aufgezeigt habe (hier), kurz eine Eindrücke-Beschreibung, was mir sonst noch so auffällt.

Das „schwerwiegendste“ oder für mich gerade einfach irgendwie am offensichtlichsten ist wohl die Tatsache, dass die meisten Bauten in den USA sowas von billig sind, das alles zu spät ist. Hauptsache, der kitschfaktor und die Oberfläche stimmen (gerne Liga Fertighaus mit nem Beton- bzw. Marmorabbild eines wiehernden Pferdes…. alles schon gesehen!).

Ich wohne gerade in einem Appartment oberhalb von San Diego, das zwar schicken Holzfussboden und einen schicken Balkon hat, ansonsten aber einfach nur eine billige Bruchbude ist. Nur eben oberflächlich nicht. Scheint hier wohl sehr wichtig zu sein 😉

Das gleiche eigentlich mit den Autos, die auf den 6 spurigen Highways langrollen. Sind ein bisschen mit nem Chevrolet Cabrio (Camaro) Leihwagen durch Kalifornien (Interstate 5 Richtung Los Angeles) gefahren – das Auto ist, vom V8 Motor mal abgesehen, der allerletzte Scheiss. Die meisten sehen dazu auch noch scheisse aus, aber das ist natürlich sehr geschmacksabhängig, i know. OK, muss zugeben, hat natürlich trotzdem Spass gemacht…. hier in OC California:

Die Jungs mit im Auto sind Jake aus Alabama und Jens aus Stockholm, mit denen ich jeweils in Byron Bay studiert habe 🙂

Auch witzig im Hinblick auf Karren die kleine Info, dass selbst VW Golf oder Passat oder C-Klasse hier regelmäßig in der Top- und Turboversion (AMG, Brabus, etc) mit dickem V8 / V12 und „gepimptem“ Sound über die holprigen US Strassen rollen. Wehe dem Vierzylinder.

Persönliches Resumé: Viel oberflächliches Geblinke, wenig dahinter. Eigentlich also – den Vorurteilen folgend – nix neues.

Ansonsten gefällt mir Amerika aber mittlerweile deutlich besser, als ich es mit anfangs hätte vorstellen können. Kalifornien ist wahrscheinlich auch das geilste Pflaster hier, die Leute freundlich, happy und entspannt, überall stehen jede Menge Palmen rum und das Wetter ist meist hervorragend.

Von unserem heutigen famosen Trip gibts ein paar feine Bilder, die im Laufe des Tages alle bei Flickr landen sollten… und zwar in diesem Set.

Hab mir dafür heute auch direkt ein Canon 50mm Objektiv gekauft (1.8 Blende), und bereue, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Die Bilder sind einfach so dermaßen scharf, wie ich es nicht erwartet hätte. So eine Schärfe gibt es bei Zoomlinsen selten, und das ist auch das, was mir häufig negativ bei anderen Objektiven aufgefallen ist. Beweise kommen auch zu Flickr.

Ergebnis: Sehr Empfehlenswert, besonders für die schmale Kohle (in den USA <90 Euro).

Am Sonntag wird in Washington (DC) weitergearbeitet. Hier sind jetzt erstmal ein paar Tage entspannen angesagt. Leider gehts Sonntag schon weiter, besonders ärgerlich auch aus dem Grund, dass ich durch Zufall hier im Radio gehört habe, dass „The Cat Empire“ in San Diego und L.A. ein paar Gigs haben in den nächsten Tagen (leider erst Dienstag). Mann wär das geil gewesen, in Washington kommen die Jungs leider nicht vorbei.