Da ich ja schon einige Ecken aufgezeigt habe (hier), kurz eine Eindrücke-Beschreibung, was mir sonst noch so auffällt.

Das “schwerwiegendste” oder für mich gerade einfach irgendwie am offensichtlichsten ist wohl die Tatsache, dass die meisten Bauten in den USA sowas von billig sind, das alles zu spät ist. Hauptsache, der kitschfaktor und die Oberfläche stimmen (gerne Liga Fertighaus mit nem Beton- bzw. Marmorabbild eines wiehernden Pferdes…. alles schon gesehen!).

Ich wohne gerade in einem Appartment oberhalb von San Diego, das zwar schicken Holzfussboden und einen schicken Balkon hat, ansonsten aber einfach nur eine billige Bruchbude ist. Nur eben oberflächlich nicht. Scheint hier wohl sehr wichtig zu sein ;)

Das gleiche eigentlich mit den Autos, die auf den 6 spurigen Highways langrollen. Sind ein bisschen mit nem Chevrolet Cabrio (Camaro) Leihwagen durch Kalifornien (Interstate 5 Richtung Los Angeles) gefahren – das Auto ist, vom V8 Motor mal abgesehen, der allerletzte Scheiss. Die meisten sehen dazu auch noch scheisse aus, aber das ist natürlich sehr geschmacksabhängig, i know. OK, muss zugeben, hat natürlich trotzdem Spass gemacht…. hier in OC California:

Die Jungs mit im Auto sind Jake aus Alabama und Jens aus Stockholm, mit denen ich jeweils in Byron Bay studiert habe :)

Auch witzig im Hinblick auf Karren die kleine Info, dass selbst VW Golf oder Passat oder C-Klasse hier regelmäßig in der Top- und Turboversion (AMG, Brabus, etc) mit dickem V8 / V12 und “gepimptem” Sound über die holprigen US Strassen rollen. Wehe dem Vierzylinder.

Persönliches Resumé: Viel oberflächliches Geblinke, wenig dahinter. Eigentlich also – den Vorurteilen folgend – nix neues.

Ansonsten gefällt mir Amerika aber mittlerweile deutlich besser, als ich es mit anfangs hätte vorstellen können. Kalifornien ist wahrscheinlich auch das geilste Pflaster hier, die Leute freundlich, happy und entspannt, überall stehen jede Menge Palmen rum und das Wetter ist meist hervorragend.

Von unserem heutigen famosen Trip gibts ein paar feine Bilder, die im Laufe des Tages alle bei Flickr landen sollten… und zwar in diesem Set.

Hab mir dafür heute auch direkt ein Canon 50mm Objektiv gekauft (1.8 Blende), und bereue, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Die Bilder sind einfach so dermaßen scharf, wie ich es nicht erwartet hätte. So eine Schärfe gibt es bei Zoomlinsen selten, und das ist auch das, was mir häufig negativ bei anderen Objektiven aufgefallen ist. Beweise kommen auch zu Flickr.

Ergebnis: Sehr Empfehlenswert, besonders für die schmale Kohle (in den USA <90 Euro).

Am Sonntag wird in Washington (DC) weitergearbeitet. Hier sind jetzt erstmal ein paar Tage entspannen angesagt. Leider gehts Sonntag schon weiter, besonders ärgerlich auch aus dem Grund, dass ich durch Zufall hier im Radio gehört habe, dass “The Cat Empire” in San Diego und L.A. ein paar Gigs haben in den nächsten Tagen (leider erst Dienstag). Mann wär das geil gewesen, in Washington kommen die Jungs leider nicht vorbei.

Etwas Werbung dazu:

Posted Freitag, Mai 4th, 2007 um 08:50
Eingestellt in: Auswärts, Karren, Leben, Reisen
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